Mikronährstoffberatung

Was sind Mikronährstoffe?

„Mikronährstoffe sind im Gegensatz zu den Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß Stoffe, die der pflanzliche, tierische und menschliche Organismus aufnehmen muss, ohne dass sie Energie liefern. Zu den Mikronährstoffen zählen in erster Linie VitamineMineralstoffe …, proteinogene Aminosäuren und Omega-Fettsäuren. Mikronährstoffe sind essentiell für den Ablauf kataboler wie anaboler Reaktionen im Organismus.

 

Mikronährstoffe sind am Stoffwechsel innerhalb der Zellen und damit an den Grundfunktionen des biologischen Körpers beteiligt, etwa dem Zellwachstum und der damit verbundenen Erneuerung von Haut, Knochen, Muskulatur, Blutkörperchen, der Nervenreizleitung sowie der Bildung von Sekreten und Botenstoffen.“ (Zitat, Wikipedia, 9.8.21)

Mein Werdegang & meine Erfahrung damit

Ich beschäftige mich seit ca. 2008 intensiver mit Mikronährstoffen. Ich habe für mehrere Jahre im Providence Center (das ist ein psychotherapeutisches und psychiatrisches Zentrum in Rhode Island, USA) gearbeitet, und eine der Psychiaterinnen hat damals darauf bestanden, dass die Patienten, die Antidepressiva bekamen, unbedingt Omega 3 in hohen Dosen zu sich nahmen. Sie meinte zu mir „they will work so much better with Omega 3“. Und sie hatte Recht.

Gegenüber vom Providence Center war der Laden „Whole Foods“, eine amerikanische Biosupermarktkette wo man u.a. Nahrungsergänzungsmittel (NEM), Pflanzenextrakte, Bachblüten und Homöopathie kaufen kann. Dort fing ich an, mir die Vitamine, Extrakte, Mikronährstoffe, usw. genauer anzusehen und ich fragte den Verkäufern gefühlt Löcher in den Bauch … und natürlich googlete ich.

Vieles probierte ich zunächst an mir aus. Dann folgten meine Patienten. Ich machte v.a. bei meinen depressiven Klienten Nahrungsmittelanalysen (viele aßen sehr schlecht), machte Ernährungspläne, und wir erstellten Pläne, was neben den Antidepressiva noch helfen könnte. Ich hatte kleine – und auch größere – Erfolge damit, und so lief das für ein paar Jahre.

2012 kam ich zurück nach Deutschland. Ende 2013 wurde ich durch eine Nahrungsmittelvergiftung schwer krank und konnte kaum mehr etwas Essen. Kein Arzt konnte mir für Monate helfen – man sagte mir sogar, dass die Psyche Schuld war (obwohl ich einen klaren Auslöser hatte) – bis ich auf eine Ärztin stiess, die mit mir eine Mikronährstoff-, Darm- sowie Neurotransmitteranalyse machte. Heraus kamen verschiedene Mikronährstoffmängel sowie Nahrungsmittelintoleranzen die vorher niemand entdeckt hatte – und mein Darm war, sag ich mal, „geschrottet“. Ich nahm eine große Menge an verschiedenen Produkten ein, konnte wieder mehr essen, mein Darm regenerierte sich und mein Zustand besserte sich.

Da ich von Grund auf neugierig bin wollte ich wieder mehr wissen. Ich wollte verstehen, was die verschiedenen Stoffe die ich zu mir nahm, bewirkten. Durch meine Ärztin stiess ich u.a. auf die Reinsubstanzen von Biogena und das Labor Ganzimmun (viele kennen es als Medivere). Und wieder „forschte“ ich.

In diesem Prozess machte ich 2018 die Mikronährstoffcoach-Ausbildung bei der Biogena Akademie.  Seitdem arbeite ich mit Biogena zusammen und begleite meine Klienten nicht nur im Rahmen der Psychotherapie mit Mikronährstoffen. Gefühlt kam in meiner Ausbildung endlich alles zusammen, und ich verstand Zusammenhänge nochmals genauer.

Vor allem fasziniert mich, dass mein jahreslanges Gefühl, daß verschiedene Medikamente Mikronährstoffe „ziehen“, d.h. daß der Körper und das Medikament zu viel von einem Stoff (z.B. Q10 bei Statinen) verbraucht, stimmte. In so einem Fall müssen wir – um Nebenwirkungen zu vermeiden – von diesem Stoff mehr zuführen.

Auch bei der Einnahme von Antidepressiva, Neuroleptika, Cortison, der Pille, Blutdrucksenker, Schilddrüsenmedikamenten uvm. benötigt der Körper eigentlich zusätzliche Mikronährstoffe, damit das Medikament optimal wirken kann.

 

Womit ich zum Beispiel arbeite:

  • Mikronährstoffeinstellung bei leichten bis mittelschweren depressiven Episoden (mit und ohne Medikamenteneinnahme): hier ist eine gute, ursächliche Abklärung sehr, sehr wichtig. Meist gibt der Arzt einem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI); in meiner Erfahrung ist ein Serotoninmangel aber nicht immer die Ursache für eine Depression, oder aber das SSRI hilft trotz Serotoninmangel nur ungenügend. Auch ein Mangel an Noradrenalin oder Dopamin, an weiteren Mikronährstoffen, eine Nahrungsmittelintoleranz, oder eine Entzündung können die Ursache sein.
  • Dysthymia (= längere depressive Verstimmung), z.B. als Überbleibsel nach einer schweren depressiven Episode.
  • ADS und ADHS: hier ist es u.a. auch sehr wichtig Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, und eventuelle Mikronährstoffmängel zu berücksichtigen. AD(H)Sler sind in meinen Augen nicht krank, aber man „tickt“ anders. Viele sind sehr sensibel und reagieren auf Farbstoffe, verschiedene Überreizungen usw..
  • Stress / Überlastung
  • Schlafstörungen
  • Nahrungsmittelintoleranzen wie z.B. Fruktosemalabsorption und Histaminintoleranz
  • Andere Mikronährstoffmängel die durch die Ernährung, eine Erkrankung oder Medikamenteneinnahme verursacht werden

Vorraussetzung für eine gute und richtige Substitution sind Speichel-, Urin- und Bluttests, bei Nahrungsmittelintoleranzen  Atemtests, sowie eine vorherige Abklärung anderer medizinischer Ursachen (z.B. Ausschluss einer Schilddrüsenunterfunktion).

Ich arbeite meist mit den Tests von Medivere (Labor Ganzimmun). Für Bluttests arbeite ich mit einer Heilpraktikerin zusammen, oder aber auch Ihrem Arzt. Bei gesetzlich Versicherten sind die meisten Tests leider selbst zu zahlen, bei privat Versicherten trägt die Krankenkasse einen Teil bis alle Kosten, wenn sie beim Arzt oder großen Heilpraktiker gemacht werden.

An Mikronährstoffen bevorzuge ich v.a. die  Produkte von Biogena, aber ich arbeite auch mit anderen Firmen zusammen. Ich habe ein Testset mit über 200 Mikronährstoffen, wo wir bei Bedarf verschiedene Hersteller vergleichen und kinesiologisch testen können.